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Tosender Applaus für „Emil und die Detektive“

Die Theater-AG des Gymnasiums unter der Leitung von Frau Silke Hermann präsentierte an vier Abenden das Theaterstück „Emil und die Detektive“, welches auf dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Erich Kästner basiert.

Die Arbeit und Zeit, die in die Vorbereitungen gesteckt worden sind, haben sich gelohnt: Der Theatergruppe, die seit mehr als einem halben Jahr an dem Stück probt, gelang eine professionelle und mitreißende Aufführung, die Groß und Klein ungemein begeisterte.

Die Darsteller entführen die Zuschauer nach Berlin der 1930er Jahren und lassen sie die spannenden Abenteuer des jungen Emils miterleben. Emil Tischbein (Frederick Wolff, Klasse 9a) reist zum ersten Mal alleine nach Berlin. Im Gepäck ist viel Geld, das er im Namen seiner Mutter Ida (Larissa König, Q3) an seine Verwandten übergeben soll, da diese auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Doch nicht alle Mitreisenden meinen es gut mit dem außerordentlich höflichen Jungen und so wird er von dem zuerst freundlich wirkenden Herrn Grundeis (Peer Neumann, Q1), der sich später als ein gesuchter Bankräuber entpuppt, bestohlen. Ohne das Geld kann sich Emil selbstverständlich nicht bei seiner Großmutter blicken lassen und so beschließt er seinen Besitz zurück zu erobern. Dieses Unternehmen wirkt anfangs hoffnungslos, denn wie kann ein kleiner Junge in einer Großstadt wie Berlin einen Schwerverbrecher ganz alleine überführen? Zur rechten Zeit trifft Emil auf den Berliner Jungen Gustav mit der Hupe (Mika Hanssen, Q3), welcher Emil – zusammen mit seinen Freunden – helfen möchte. Emil und die „Berliner Gören“ schließen sich zu einer Detektivband zusammen und heften sich dem bösen Herrn Grundeis auf die Fersen…

Besonders spannend wird es bei der Verfolgungsjagd, die die Freunde quer durch Berlin führt. Als sie Herrn Grundeis endlich schnappen, gilt es den Bankier (Luis Walther, Q1) davon zu überzeugen, dass der seriös wirkende Herr, auf illegalem Wege zu dem Geld gelangt ist, das er gerade bei der Bank eintauschen möchte…

Das Theaterstück aber handelt nicht nur von der spannenden Verbrecherjagd, die den Zuschauern den Atem stocken lässt, sondern auch von der Freundschaft, die die Jugendlichen verbindet, so dass sie gemeinsam stark sind und zusammen gegen die Schurken und Kriminelle Berlins kämpfen. „Eine Moral, die das Stück am Ende zusammenfasst, gibt es aber nicht“, betont Emils Cousine Pony Hütchen (Minako Herkert, Klasse 9a/ Maggie Hu, Klasse 7e), die auch Teil der Detektiv-Bande ist, „denn sonst müsste es ja gar keine Geschichte dazu geben.“

Dass es die Geschichte gibt und dass sie auf so eine schöne Weise inszeniert worden ist, freut die Zuschauer allerdings sehr. Die Jungschauspieler überzeugten nicht nur durch hervorragendes darstellendes Spiel, sondern auch die authentischen Kostüme und das liebevoll gestaltete und ausgesprochen kreative Bühnenbild tragen dazu bei, dass man sich schnell in der Zeit Emils wiederfindet. Die Resonanz des Publikums war beeindruckend und so wurden die Schauspieler am Ende mit tosendem Applaus belohnt. Aber zu einem solchen Projekt gehören nicht nur die Schauspieler, die man auf der Bühne sehen kann, sondern auch den zahlreichen Helfer, die im Hintergrund mitwirken. So wurden am Ende des Stückes nicht nur die Darsteller gelobt, sondern eine Extra-Runde des Applaus’ ging an die mitwirkenden Eltern und an die Technik-AG, die sich um Musik und Lichteffekte gekümmert hat.