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Neuigkeiten für Schüler, Eltern und Lehrer

Erinnerungsstätte im Foyer der Aula

Geschichte vor Ort erfahrbar machen

Am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium wurde kürzlich die Erinnerungsstätte zur eigenen Schul-Historie im Foyer der Aula feierlich eröffnet. Hier können die Schülerinnen und Schüler als auch unsere Gäste Geschichte vor Ort erleben. Die Frankfurter Rundschau berichtete über die Erinnerungsstätte in ihrer Ausgabe vom 08. September wie folgt:
„Was einst als besondere Lernleistung zweier Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums anfing, könnte in Zukunft zu einem kleinen schulinternen Dokumentationszentrum der eigenen Historie werden. Noch ist es ein kleiner Teil der Aula, von der Straße einzusehen, der an Episoden der Schulgeschichte erinnert. Vorrangiges Ziel ist es, diesen Bereich fest in den Unterricht einzugliedern.

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Im Zentrum steht ein massiver Schrein, den Kevin Kulp und Julika Enslin vor ihrem Abitur, das sie im vergangenen Jahr ablegten, im Rahmen ihrer besonderen Lernleistung untersucht haben. Sie kamen unter anderem zu dem Ergebnis, „dass die Schule sehr beeinflusst war vom Kriegsgeschehen“. Viel wichtiger aber: Die beiden merkten, dass es noch viel zu erforschen gibt in Bezug auf die Schulhistorie.

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So wurde ein Prozess in Gang gebracht, ein kleiner Arbeitskreis bildete sich, nun stehen in der Aula neben dem Schrein ein alter Stein und eine Vitrine. Die erinnert mit Fotos und Briefen an den ehemaligen KFG-Schüler Eduard Rothschild, der unter den Nazis ermordet wurde. Dieser Glasschrank war schon vorhanden, wurde aber etwas auf Vordermann gebracht. Der Schrein wurde von der Tochter eines Kunstlehrers restauriert, der Förderverein hat alle Kosten übernommen.
Nun sollen vor allem die Klassen die Gegenstände im Unterricht aufnehmen, „Geschichte vor Ort“, wie es Lehrer Manfred Biehn nennt. Im Idealfall taucht der schulinterne Erinnerungsraum im Gesamtcurriculum der Schule auf.

Kevin Kulp und Julika Enslin werden die Entwicklung weiter begleiten, auch wenn sie keine Schüler mehr sind. Kulp studiert Jura in Frankfurt, Enslin wird das ab Oktober in Münster ebenfalls tun. Aber die Verbindung zu Bad Homburg, die bleibt ihr erhalten.“ (Fabian Böker)