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Erster Platz für EPhil und die AG Geld und Wirtschaft

Wettbewerbsbeitrag für “Vernetztes Denken – Was macht Geld mit Menschen” mit Preis geehrt.

Am 26.02.2019 hatte die Wettbewerbsgruppe (Siham Ajouaou, Benjamin Hauser, Jana Hennemann, Minako Herkert, Cornelius Ippach,  Jennifer Kantor, Estela Lohner, Katharina Rehwald, Danilo Rokytskyy, Lotta tom Dieck, Johannes Welskop und Niklas Wilhelm) unter Leitung von Dr. Hans-Jürgen König Gelegenheit, ihre Ergebnisse bei der Preisverleihung der PhilosophieArena im Gartensaal des Rathauses von Kelkheim vorzustellen.

Sie hatte die Form des gespielten Dialoges gewählt, der begeisterten Anklang fand. Der Organisator, Herr Andreas Fornefett von der PhilosophieArena, lobte die inhaltlich fundierte und kurzweilig dargestellte Präsentation und überreichte eine Urkunde sowie einen Geldpreis.

Die vertretenen Thesen lauteten:

          Geld hat etwas mit Kommunikation zu tun.

          Im philosophischen Sinn ist Geld die Vermittlung von Allgemeinem und Besonderen

       Historisch und systematisch ist nachzuweisen, dass es schädlich für das Gesamtsystem ist, diese Vermittlung auf die eine Seite aufzulösen.

          Umfrage: Menschen verbinden positive und negative, Entstehungs- und Verwendungs-Begriffe mit dem Thema Geld. Die Reihenfolge der Einschätzungen unterscheidet sich zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.

 

Der Philosophie-Kurs E1Ret des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums hat sich gefragt, wie man das Thema bearbeiten kann. (Plakat 1: Minako Herkert)

Ausgegangen sind wir von der Frage, was Geld eigentlich ist. Dafür haben wir die gängige Bundesbank-Definition gewählt. (Plakat 2: Danylo Rokytskyy, Cornelius Ippach)  Das klärte einiges, ließ uns aber trotzdem unzufrieden zurück. In der Diskussion darüber, was mit Geld gemacht wird, sagte eine Schülerin, das erinnere sie an das Kommunikationsmodell, das im Fach Deutsch in der Jahrgangsstufe E1 ebenfalls behandelt wird

Das wollten wir prüfen, indem wir zunächst das Kommunikationsmodell darstellten (Plakat 3: Estela Lohner) und anschließend fragten, was beim Umgang mit Geld tatsächlich stattfindet, ein Tausch nämlich, der zunehmend unkonkreter wird (Plakat 4: Ben Hauser, Niklas Wilhelm).  Wir fragten weiter, inwiefern hier etwas kommuniziert wird  Bei Geld und Kommunikation gilt, dass man nicht nicht kommunizieren kann. (Plakat 6: Katharina Rehwald).

Für Geld und für Kommunikation ist nicht die eine oder andere Seite entscheidend, sondern das, was im Dazwischen zwischen dem Sender und dem Empfänger, dem Allgemeinen und dem Konkreten passiert.

Die Kommunikation hat ihr Allgemeines in der Sprache, die sich in der Sprechsituation an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit und in einem bestimmten Kontext konkretisiert. Bei der Untersuchung der Tauschvorgänge entdeckten wir, dass das Geld, das schlechthin Allgemeine, sich mit dem Konkreten (den beteiligten Menschen, den je einzelnen Waren) in Beziehung setzt.

Für die Geld-Kommunikation schließlich gilt, dass eine Auflösung auf die eine Seite, die des Geldes nämlich, das System beschädigt. Geld, das sich verabsolutiert und das Konkrete nicht mehr trifft (als konkrete Menschen und konkrete Waren), mündet in ökonomische Krisen und Schuldversklavungen der Menschen. (Plakat 5: Johannes Welskop)

Dies haben wir an den anthropologisch-historischen Beispielen des indianischen Potlatch (Plakat 7: Sihem Ajouaou) und des biblischen Jobeljahres gezeigt (Plakat 8: Jennifer Kantor). Schon hier wurden Maßnahmen getroffen, die Auflösung des Zusammenhangs nach der einen Seite zu verhindern.

Eine Arbeitsgruppe schließlich hat eine Straßenumfrage erstellt und eine Rangliste der Begriffe aufgestellt, die Menschen mit dem Thema „Geld“ verbinden. In einem zweiten Schritt hat die Arbeitsgruppe versucht, herauszufinden, ob sich die Reihenfolge von vorgegebenen Zuschreibungen ändert, je nachdem, ob Jugendliche oder Erwachsene gefragt wurden (Plakat 9: Lotta tom Dieck, Jana Hennemann).