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Kunst-Projekttag der Klasse 8ac im Museum Sinclair-Haus

Im Rahmen des vom Kulturfonds Rhein-Main, dem Museum Sinclair-Haus, der Taunussparkasse und dem Förderverein der Schule geförderten Kunstvoll-Projekts der Klassen 8ac und 8b2 in Form einer Kooperation zwischen KFG und Museum Sinclair-Haus besuchten die Schülerinnen und Schüler der 8ac die Ausstellung „Aussicht – Einsicht. Blick durchs Fenster“ im Museum Sinclair-Haus.

Nach der Begrüßung durch Kristine Preuß, der Leiterin der Kunstvermittlung des Museum Sinclair-Haus, und einem Künstlergespräch mit Nicole Ahland, deren Arbeiten in der Ausstellung gezeigt werden, erfolgten Ausstellungsrundgang und Workshop. Kunstpädagogisch begleitet wurde der Vormittag im Museum Sinclair-Haus von der Künstlerin Maike Häusling und dem Künstler Dominikus Landwehr, die bereits im ersten Schulhalbjahr in der Schule mit den Schülerinnen und Schülern künstlerisch zusammengearbeitet hatten.

Die Ausstellung im Sinclair-Haus handelt von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit dem Thema und der Darstellung von Fenstern beschäftigen.

Eine der Künstlerinnen ist Nicole Ahland. In ihren Fotos zeigt sie Raumsituationen, in denen nur wenig Licht vorkommt, da diese Räume nur ein bis zwei Fenster besitzen. Dies ist Absicht, da sie die Vergangenheit der Anwesenheit von Menschen zeigen möchte. Dort, wo verlassene Räume zu finden sind, ist immer eine Geschichte dahinter, die der Raum einem erzählt. Es dauert sehr lange, bis Nicole Ahland den richtigen Raum für ihre Fotos gefunden hat. Sie recherchiert im Internet, entdeckt zufällig Räume oder bekommt sie von Bekannten empfohlen. Sie arbeitet absichtlich nicht mit digitalen Fotokameras, sondern mit analogen Kameras, die sehr lichtempfindlich sind. Um ein Foto zu schießen, hält sich Nicole Ahland erst einmal mehrere Stunden in dem Raum auf, den sie sich ausgesucht hat und lässt den Raum auf sich wirken. Dabei achtet sie auf die Bau- und Lichtverhältnisse des Raumes. Und zum Schluss macht sie ein Foto. In einem Raum, den sie fotografiert hat, stand in eine Wand geritzt „auch über dem Atem“. Aus diesem Grund hat sie ihre Bilderreihe mit dem Namen: „Auch über dem Atem“ benannt.

Andere Arbeiten der Ausstellung zeigen verschiedene Bildtypen. Es gibt Bilder in Pastell-/Cremefarben mit simpler Struktur und dunkle, klare, glänzende Schwarz-Weiß-Fotografien, die einen kalten Eindruck verliehen. Eine Reihe von Bildern in hoher Auflösung zeigen verlassene und zerstörte Häuser, die von Pflanzen bewachsen sind.

 

Der letzte Raum der Ausstellung handelt von dem Künstler Thomas Demand, der die Motive für seine Fotos als Modelle aus Pappe nachbaut und dann abfotografiert. Die Modelle aus Pappe baut er so wirklichkeitsgetreu und malt Schatten darauf, dass man auf den Fotografien kaum erkennt, dass die Motive nicht echt, sondern nachgebaut sind.

Im Atelier wurde mit Ausdrucken von Fotografien gearbeitet, die an einem der vorangegangenen Kunstprojekttage in der Schule entstanden waren. Durch selektives Durchpausen auf Folie sind neue Bildzusammenhänge und Linien entstanden, die mit farbiger Tusche weiter überarbeitet wurden.

 

Shirin Kriklava, John Kramer (8ac), Stefanie Guter