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Abitur 2020: Akademische Feier am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium im Zeichen von Corona

Abitur 2020 – alles ganz anders! Dies galt auch für die Akademische Feier aufgrund der aktuellen Bedingungen. Eine gleichzeitige Feier für alle Abiturientinnen und Abiturienten war nicht möglich, dafür entschied sich die Schulleitung für sechs getrennte Verabschiedungen, die nach Tutorenkuren und unter Anwesenheit der Eltern über drei Tage von Freitag bis Sonntag in der T2 stattfanden.

„Für uns war sehr früh klar, dass wir ihren Jahrgang – wie auch immer – feierlich verabschieden wollten“, betonte Schulleiter Jochen Henkel in seiner Ansprache. Ebenso klar sei es gewesen, dass die Eltern an diesem Tag dabei sein sollten, da sie ihre Kinder auf dem langen Weg bis zum Schulabschluss begleitet haben, dabei gemeinsam gute und schlechte Phasen durchlebten und ihre Kinder in dem Vorhaben das Abitur zu erreichen,  immer wieder bestärkten.

Durch die Trennung in kleine Gruppen herrschte eine sehr persönliche und gelöste Stimmung, pro Veranstaltung richteten neben Henkel und Oberstufenleiterin Kathrin Siebert jeweils die  Tutoren und Kurssprecher das Wort an die Anwesenden. Eltern des Jahrgangs hatten Blumenschmuck besorgt und zur Überraschung der Absolventen ein übergroßes Banner mit dem Abitur-Motto anfertigen lassen und in der Halle aufgehängt. Pro Veranstaltung sorgten zudem jeweils ein bis zwei Musikerinnen bzw. Musiker des Jahrgangs für ein feierliches Rahmenprogramm.

Zum Feiern gab es auch reichlich Anlass: 128 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2020 haben die Allgemeine Hochschulreife in der Tasche. Sie haben das mit einer Gesamt-Durchschnittsnote von 2,0 erreicht. Für sechs der Absolventinnen und Absolventen weist das Zeugnis sogar die Bestnote 1,0 im Zeugnis.

„Es ist Ihnen mit Disziplin und Engagement gelungen, sich in dieser Zeit auf das Wesentliche zu konzentrieren und alles andere weitgehend auszublenden. Klar, auf diese Erfahrung hätten sie liebend gerne verzichtet – wir auch. Andererseits haben sie in einer Krisensituation kühlen Kopf bewahrt und mussten zwangsläufig auf Autopilot schalten – das muss man bei einer Abiturprüfung erst einmal schaffen. Sie können daher mit Recht stolz auf sich sein, ihre Prüfungszeit unter diesen Bedingungen so erfolgreich absolviert zu haben. Das war nicht selbstverständlich, nötigt uns großen Respekt ab und war ganz einfach große Klasse“, lobte Henkel die Abiturientinnen und Abiturienten. Gleichzeitig dankte er den Lehrkräften für die vorbildliche Begleitung ihrer Kurse in den vergangenen drei Jahren.  Einen besonderen Dank richtete er an Studienleiterin Kathrin Siebert für ihr außergewöhnliches Engagement. Insbesondere in den vergangenen Monaten musste sie immer wieder Pläne überarbeiten, neu gestalten und strukturieren.

Henkel ging in seiner Rede auch auf das Abi-Motto ein: „Die goldenen Zwanziger – nach uns kommt der Crash” und spannte einen Bogen vom historischen Bezug der 1920er Jahre über die Tatsache, dass die Motto-Auswahl noch weit vor der Corona-Entwicklung stattgefunden hatte bis zu den Herausforderungen, mit denen die Schule und damit auch die Abiturientinnen und Abiturienten konfrontiert waren.

Er ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten trotz der aktuellen Lage und vieler weiterer Probleme (z.B. Klimawandel, bröckelnde Demokratien) optimistisch zu bleiben und den Glauben an eine gute Zukunft nicht zu verlieren. Jede Krise biete auch viele Chancen.

Viele Schülerinnen und Schüler hätten in den vergangenen Jahren ihr Engagement für die Gemeinschaft in der Schule unter Beweis gestellt – ob in der Technik-AG, der Bibliothek, der Sanitäts-AG oder anderen Arbeitsgemeinschaften. Dieses Engagement sei auch im weiteren Leben wichtig.

„Mischen sie sich ein und übernehmen sie Verantwortung nicht nur im Beruf, sondern auch für die Gemeinschaft. Sie können Einfluss nehmen und ich meine auch, dass sie Einfluss nehmen müssen“, appellierte Henkel abschließend an den Abiturjahrgang.

Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet-

Für seine exzellenten Leistungen im Fach Mathematik wurde Jacob Piazolo mit dem Preis der Deuten Mathematikervereinigung ausgezeichnet. Den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielten Florentine Keil, Hans Onneken und Violetta Tychyna.  Mit dem Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurden Marina Wendel und Lucas Pfingsten für ihre überragenden Leistungen im Fach Chemie ausgezeichnet. Mit Lea Helle, Jakob Piazolo und Florentine Keil konnten sich gleich drei Absolventen über die Auszeichnung mit dem MINT-EC-Zertifikat freuen. Das MINT-EC-Zertifikat wird als Auszeichnung an Abiturientinnen und Abiturienten verliehen, die sich über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg über den Unterricht hinaus im MINT-Bereich engagiert haben. Schülerinnen und Schüler, die das MINT-EC-Zertifikat erhalten, müssen hervorragende Leistungen  in den drei Anforderungsfeldern erfüllen: fachliche Kompetenz, fachwissenschaftliches Arbeiten, zusätzliche MINT-Aktivitäten.