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Helen Bergmann berichtet über den Rotary-Infoabend und die Hochschul-Informationstage für die Q1

„Berufs- und Studieninformation – und alles online?! -Wie soll das denn gehen?“, mag die erste spontane Reaktion vieler Schülerinnen und Schüler gewesen sein, als sie von diesem Pflichtangebot gehört haben. Und es ging dann doch, wie wir dem Erlebnisbericht von Helen Bergmann (Q2) entnehmen können. Helen berichtet für uns aus einer sehr persönlichen Perspektive, die aber gleichzeitig einen guten Einblick gibt in die Berufs- und Studienorientierung, wie sie am KFG stattfindet und in die Überlegungen einer Schülerin aus der Vorabiturklasse.  

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An den Tagen der Berufsinformationswoche sollten wir täglich jeweils mindestens drei Veranstaltungen besuchen. Hierbei konnten wir aus Veranstaltungen an der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Goethe-Universität Frankfurt und diversen anderen Universitäten wählen. Alle Veranstaltungen wurden wegen der Corona Beschränkungen online abgehalten.

Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass alles online stattfindet, was ich ein bisschen enttäuscht, weil ich mich schon darauf gefreut habe wirklich zu den Universitäten zu gehen und mir diese anzugucken. Dies war jedoch aufgrund der derzeitigen Situation vorhersehbar. Mir was von Anfang an klar, dass ich mich zwischen verschiedenen Veranstaltung entscheiden muss, was mir sehr schwer fiel, da z.B. Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften zur gleichen Zeit vorgetragen wurden.

Aus Gesprächen mit  meinen älteren Geschwistern hatte ich schon einen kleinen Eindruck, wie die BIW ablaufen würde und ich habe gehofft, dass mir danach die Entscheidung für ein Studienfach leichter fallen wird und ich zumindest wüsste in welche Richtung ich gehen möchte.

 

Der Rotary-Infoabend

Die Berufsinformationswoche begann, wenn man wollte, am Dienstag, den 26.01.2021, mit einem Informationsabend des Rotary Clubs Bad Homburg. Dort gab es vier verschiedene Slots, um Informationen aus einer Vielfalt von Themen zu sammeln:

Ich nahm als erstes an einer Veranstaltung der Accadis teil, um etwas darüber zu lernen, wie man ein Start-up gründet, welche Risiken dies birgt und wie man die Gründung mit dem Studium verbinden kann.

Die nächste Veranstaltung, die ich wahrnahm, ging um das Thema Sportmanagement. Der Vorstand der Eintracht Frankfurt erklärte uns, dass man bereit sein muss, sehr hart zu arbeiten, um sein Ziel zu erreichen, egal, ob es sich um ein sportliches oder ein Ziel gänzlich anderer Natur handelt.

Bei der dritten Veranstaltung, an der ich teilnahm, ging es um das Verlagswesen. Ich unterhielt mich mit dem Inhaber eines Verlags für Standesamtswesen über die Digitalisierung von Büchern und darüber, wie man einen Verlag aufbaut und führt.

Die letzte Veranstaltung des Abends war für mich bei dem Partner einer Anwaltskanzlei. Uns wurde erklärt, dass man sich als Anwalt spezialisieren sollte, weil niemand alles so gut können kann, wie es notwendig ist.

Die Hochschul-Informationstage

Den Mittwoch und Donnerstag der BIW verbrachten wir damit, von verschiedenen Unis in ganz Hessen Information über verschiedene Themengebiete und Studien einzuholen.

Am Mittwochmorgen nahm ich an einer vierstündigen Veranstaltung zu Wirtschaftswissenschaften bei der Justus-Liebig-Universität Gießen teil. Dabei wurden wir über verschiedene Studiengänge wie BWL oder VWL informiert. Danach hörte ich mir noch Vorträge zu Politikwissenschaften und den Vor- und Nachteilen eines dualen Studiums generell an der Goethe-Universität in Frankfurt an.

Am Donnerstag nahm ich erst am Nachmittag an Veranstaltungen über ein freiwilliges soziales Jahr, einen Beruf rund um den Sport und das Finden des eigenen Studienplatzes teil. Diese Veranstaltung wurden alle von der Goethe Uni angeboten.

Vor allem durch die letzte Veranstaltung ist mir in Bezug auf meine zukünftige Studienwahl klar geworden, was mir gefallen könnte, was nicht und in welche Richtung ich mich eventuell orientieren möchte.

Insgesamt war es schon anstrengend,  sich an den Schreibtisch zu setzen und den Vorträgen aufmerksam zu folgen, da diese teilweise mehrere Stunden gingen und nicht sehr interaktiv waren. Das heißt, dass man sehr viele Informationen auf einmal aufnehmen musste und nicht viel Zeit hatte, diese zu verinnerlichen. Ich glaube aber, dass dies um einiges einfacher ist, wenn man Präsenzveranstaltungen hat, die es hoffentlich im nächsten Jahr wieder geben wird.

Für mich persönlich wurden viele interessante Themengebiete angesprochen und ich könnte mir auch zum Beispiel ein freiwilliges soziales Jahr nach dem Abi sehr gut vorstellen, jedoch bin ich dafür leider zum Zeitpunkt meines Abiturs noch zu jung.

Insgesamt hat mir der Abend bei Rotary am besten gefallen, da er persönlich war, man teilweise alleine oder in kleinen Gruppen teilnahm und die Vortragenden einen auch direkt angesprochen oder einem Fragen gestellt haben. Obwohl dieser Abend freiwillig ist, würde ich jedem raten an ihm teilzunehmen.

Was für mich jetzt feststeht, ist, dass ich nach meiner Schulzeit ein Jahr Pause machen werde, bevor ich studiere, um Praktika zu machen und mir hinsichtlich meines Studienfachs klarer zu werden. Auf die Richtung meines Studiums konnte ich mich aber noch nicht entscheiden, da es viele Themenfelder gibt, die mich interessieren.

(Helen Bergmann, Q1)