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„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche …“ Video-Vortragswettbewerb für Jgst. 7 bis Q2

Es ist eine der schönsten Frühlingsdichtungen: der Osterspaziergang „Vor dem Tor“aus Goethes Faust-Dichtung. Wir bieten an, sich dieses Bildungsgut anzueignen und sich mit einem Videobeitrag an unserem Wettbewerb zu beteiligen. (Abgabeschluss: 20. März)

 

Hier der Ausschreibungstext:

Wettbewerb „Osterspaziergang“ (Kl. 7 bis Jgst. Q2)

 

  1. Erstellt ein Video von Eurem auswendig vorgetragenen „Osterspaziergang“-Vortrag im Freien.
  2. Es darf nur ein Take sein (keine Schnitte).
  3. Ladet Euer Video bis zum 20. März, 20.00 Uhr auf den folgenden Link hoch: https://share.kfgcloud.de/s/ry5eY8Wxoma32yy
  4. Verwendet dabei bitte das folgende Datei-Format: Max_Müller_7ac/Q2Kn [Tutorenkürzel]
  5. Bewertet wird die Vorführung, wobei die Grundlage der wortgetreue Text ist.
  6. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen Schoko-Osterhasen.
  7. Die Finalisten werden am 29. März vor einer Eltern-Jury auftreten. Dort werden die Schulsieger gekürt.

 

Textgrundlage:

Vor dem Tor

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,

Im Tale grünet Hoffnungsglück;

Der alte Winter, in seiner Schwäche,

Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur

Ohnmächtige Schauer körnigen Eises

In Streifen über die grünende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,

Überall regt sich Bildung und Streben,

Alles will sie mit Farben beleben;

Doch an Blumen fehlts im Revier,

Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen

Nach der Stadt zurück zu sehen!

Aus dem hohlen finstern Tor

Dringt ein buntes Gewimmel hervor.

Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,

Denn sie sind selber auferstanden:

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,

Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,

Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,

Aus der Straßen quetschender Enge,

Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht

Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge

Durch die Gärten und Felder zerschlägt,

Wie der Fluß in Breit und Länge

So manchen lustigen Nachen bewegt,

Und, bis zum Sinken überladen,

Entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges fernen Pfaden

Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,

Hier ist des Volkes wahrer Himmel,

Zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)