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Schulgeschichte in Gonzenheim – Gerfried Stein berichtet facettenreich über KFG-Historie

Wegen grassierender Diphterie mussten 1878 die Herbstferien für Schülerinnen und Schüler verlängert werden. Wegen Kälte und Kohlemangel wurde 1917 die Schule für vier Wochen geschlossen. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg fiel der Unterricht monatelang aus: so geschehen an Schulen in Gonzenheim in den vergangenen 150 Jahren. Wer das gerade erschienene Heft 25 des Geschichtlichen Arbeitskreises Gonzenheim (GAG) aufmerksam liest, dem fällt auf, dass Schülerinnen und Schüler in der Geschichte immer wieder stark von Ereignissen, Entwicklungen und Epidemien in ihrem Alltagsleben betroffen waren. Lernen unter widrigen Umständen, Klassenteilungen und Schichtunterricht wegen stark beengter Verhältnisse oder äußerer Gefahrenlage, „Homeoffice“ mit überlebensnotwendigen Zielsetzungen – alles schon mal da gewesen.

Der ehemalige KFG-Schulleiter Gerfried Stein hat in dem Heft den Artikel über unsere Schule verfasst. Vom ersten Nachweis einer Lateinschule in Homburg im Jahr 1550 auf dem Gelände der heutigen Landgraf-Ludwig-Schule an der Rathausstraße, ihrer Entwicklung als städtischer und später privater Schule und ihren zahlreichen Umzügen innerhalb der Innenstadt berichtet Stein facettenreich über die historische Entwicklung der Schule. Der Schulalltag während der NS-Zeit, der Umzug des KFG 1955 auf die Gonzenheimer Gemarkung Auf der Steinkaut, danach Aufnahme von Mädchen zuerst in die altsprachliche Oberstufe, die Schülerproteste der 68er-Generation, die vielfältigen Aktivitäten von Schülerschaft und Lehrern in den folgenden Jahrzehnten und vieles mehr. Ein Blick in das Heft lohnt, sich, um mehr über die Geschichte des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums zu erfahren.

Das Heft „Schulen in Gonzenheim”,  vom Geschichtlichen Arbeitskreis Gonzenheim herausgegeben, kann im Gonzenheimer Heimatmuseum erworben werden. Die Sonderausstellung 2021 „Schulen in Gonzenheim“ im Heimatmuseum Am Kitzenhof 4 mit mehr als 350 Fotos und Bildern insgesamt ist bereits aufgebaut und kann, sobald es die Pandemie-Entwicklung erlaubt, sonntags von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden. Ihr erster Teil ist der Gonzenheimer Volksschule und der Friedrich-Ebert-Schule gewidmet, der zweite Teil nach den Sommerferien dem Kaiserin-Friedrich-Gymnasium und der Maria-Ward-Schule.