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Abiturjahrgang 2021 – Vier Akademische Feiern im sehr persönlichen Rahmen

In vier sehr persönlichen Akademischen Feiern wurden am vergangenen Donnerstag und Freitag die 137 Abiturientinnen und Abiturienten des diesjährigen Abschlussjahrgangs am KFG verabschiedet.

11 Abiturientinnen und Abiturienten konnten sich über die Traumnote 1,0 freuen.  Das beste Abitur hat Martha Friederich abgelegt: Ihr fehlten nur 10 Punkte zur maximal Punktzahl von 900. Eine beeindruckende Leistung. Nur unwesentlich „schlechter“ schnitt Lotta tom Dieck ab: Sie erreichte sagenhafte 888 Punkte in der Gesamtwertung. Weitere 1,0-Zeugnisse erhielten: Johanna van Garsel, Jan Frederick Wolff, Katharina Mayer, Jan-Malte Stodiek, Isabel Gentzcke, Katharina Rehwald, Hans Ferdinand Leube, Jana Hennemann und Antonia Stemann. Sie erhielten eine besondere Ehrung seitens des Fördervereins und einen riesigen Applaus.

Der Notendurchschnitt des Jahrgangs liegt bei 1,91 und damit erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt in Hessen, der in der Regel bei 2,3 bzw. 2, 4 liegt. „Dies liegt nicht in erster Linie daran, dass wir viele sehr gute Leistungen zu verzeichnen haben. Vielmehr haben wir bei den Prüfungen kaum Unterleistungen gehabt. Dies bedeutet, Sie alle, ob eine 1, 2 oder 3 vor dem Komma, haben zu dem hervorragenden Ergebnis beigetragen“, erklärte Studienleiterin Kathrin Siebert in ihrer Ansprache an den Jahrgang erfreut. Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie ein Corona-Abitur gemacht haben.“

Siebert ergänzte: „Ihre Noten sind genauso aussagekräftig wie die aus den Vorjahren, es wurden keine Inhalte gekürzt. Der einzige Aspekt, der aufgeführt werden könnte, ist der, dass Sie mehr Zeit zur Vorbereitung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen hatten. Diese Zeit haben Sie eindrucksvoll genutzt“, lobte Siebert ihre Abiturientinnen und Abiturienten.

„Der heutige Tag soll für Sie in erster Linie ein Tag der Freude sein“, verdeutlichte Schulleiter Jochen Henkel in seiner Begrüßungsrede, warf aber auch einen kurzen Blick zurück auf die intensiven letzten eineinhalb Jahre der Pandemie und deren schulische Auswirkungen. Ein Großteil dessen, was Schule und Jugend in der Gemeinschaft so lebenswert mache, sei in dieser Zeit weitgehend weggebrochen. Häufig habe es wechselnde Vorgaben und in der Hochphase der Pandemie viele Unsicherheiten gegeben. „Trotz aller Widrigkeiten können wir – so glaube ich – mit Fug und Recht sagen: Bei uns hat es in der Summe ganz ordentlich geklappt“, erklärte Henkel, insbesondere in der Zeit der schriftlichen und mündlichen Prüfungen musste nur eine Schülerprüfung coronabedingt verschoben werden.

Auch Henkel betonte in seiner Rede, dass bezogen auf den Abiturjahrgang 2021 nicht von der „Generation Corona“ – oder noch schlimmer – von „der verlorenen Generation“ gesprochen  werden dürfe. Er bezog sich auf den Jugendforscher  Benno Hafeneger, der  in diesem Zusammenhang  sehr treffend von einem „pathologisierenden Etikett“ spreche, welches den Abiturientinnen und Abiturienten mit diesen Titulierungen verpasst werde. Kurz, die Jugendlichen seien alle krank.  Diesem Negativszenario wolle Henkel sich nicht anschließen, ohne die Belastungen in dieser Zeit kleinreden oder beschönigen zu wollen. Auch aus den letzten eineinhalb Jahren könnten die Absolventinnen und Absolventen wichtige positive Dinge mitnehmen, zum Beispiel die Fähigkeit, mit Ungeplantem und Enttäuschendem zurechtzukommen, sich mit Disziplin und Engagement trotz vieler Unwägbarkeiten auf das Wesentliche zu konzentrieren und gegen alle Widerstände sein Ziel zu erreichen. „Das muss man erst einmal schaffen, das haben sie mit Bravour geschafft. Daran können sie als Mensch auch wachsen, darauf dürfen sie sehr stolz sein!“, lobte Henkel den Jahrgang, der es zudem geschafft habe, die „Motto-Woche“ oder den „Abi-Gag“ durchzuführen und somit zumindest ein kleines Stück Normalität erlebt habe.

„Lassen Sie sich nicht in eine Schublade stecken. Wenn Sie jemand despektierlich als „Generation C“, als Generation Corona bezeichnet, denken Sie an positiv besetzte Begriffe, die mit einem C anfangen, um nicht auf trübe Gedanken zu kommen. Er führte die Begriffe clever, couragiert, oder auch charakterstark auf  – all diese Adjektive zeichneten den Jahrgang aus, das habe dieser wiederholt unter Beweis gestellt. „Gehen Sie Ihre Zukunft trotz aller möglichen Stolpersteine und Ungewissheiten beherzt, unerschrocken und mutig an. Ich hoffe, dass wir Sie am KFG umfassend gebildet haben und dass Sie – mit etwas Abstand – auch etwas wehmütig auf Ihre achtjährige Schulzeit am KFG zurückblicken und diese nicht nur auf die Corona-Zeit reduzieren“, wünschte sich Henkel abschließend.

Im Rahmen der vier Akademischen Feiern richteten alle Tutorinnen und Tutoren persönliche Worte an ihren Kurs und ließen die letzten drei Jahre auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Weise Revue passieren. Auch die Kursprecherinnen und Kursprecher alle A-Leistungskurse bedankten sich bei ihren Lehrkräften und gaben die ein oder andere Anekdote aus dem Unterricht oder dem Kursleben zum besten.

Ausgezeichnet wurden bei jeder der vier Feiern auch die Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen erbracht hatten. Mit dem MINT-EC-Zertifikat wurden Martha Friederich,  Antonia Stemann,  Lucas Zacharias, Jan-Philipp Hansen und Danylo Rokytskyy ausgezeichnet. Die Abiturpreise für die Jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen erhielten Martha Friederich (Mathematik), Johannes Welskop und Julius Philipp Hase (Physik) sowie  Danylos Rokytskyy, Lotta tom Dieck und Julius Hanewald  (Chemie), Alissa Wang, Noah Wantke, Frederick Wolff und Lucas Zacharias (alle Informatik).

Mit dem Karl v. Frisch Preis (Biologie) wurde Lotta tom Dieck ausgezeichnet. Über das CertiLingua-Zertifikat, einem Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen, konnte sich Ferdinand Leube als einziger Absolvent des Jahrgangs freuen. Vertreter des Fördervereins verteilten Präsente an die Schülerinnen und Schüler mit den besten Abiturdurchschnitten, würdigten das Engagement der Absolventinnen und Absolventen, die sich über Jahre in der Sanitäts-AG, der Technik-AG als Verkehrshelfer oder als Schulsprecher für die KFG-Gemeinschaft engagiert hatten.

Musikalisch umrahmt wurden die Feiern von Albert Lautenbach, Carolin Gruss, Antonia Stemann, Benjamin Becht und Michelle Kolesnikov. Herzlichen Dank dafür. Wir bedanken uns bei allen Eltern, die uns bei der Organisation der Feier so engagiert unterstützt haben: Stellvertretend für alle Unterstützerinnen und Unterstützer sind hier vor allem Frau Gruss, Frau von Lüde und Frau Deckert zu nennen. Vielen Dank.

Wir wünschen unseren Abiturientinnen und Abiturienten alles Gute für die weitere Zukunft!