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„Einmal auf Mittelhochdeutsch, bitte!“ – Nibelungenliedprojekt der Klasse 7e

„Siegfried, der Drachentöter? Ja, von dem habe ich schon gehört“, werden wohl viele sagen, wenn man sie auf den Abenteurer Siegfried anspricht. Die ganze Geschichte um die Nibelungen, den Nibelungenhort und den Untergang der Burgunden kennen dann aber viele nicht mehr.

Zum Ende des Schuljahres 2020/21 hat sich die Klasse 7e im Deutschunterricht mit der Sage um die Nibelungen beschäftigt. Aber mehr noch: Sie hat einen Blick in das Original gewagt. „Das Nibelungenlied“ ist ein Heldenepos aus dem Mittelalter in Versform. Niedergeschrieben wurde es Anfang des 13. Jahrhunderts, davor wurde es aber mündlich überliefert und ist somit deutlich älter. Daher ist das Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch verfasst. Ein wenig versteht man es noch heute, ohne dass man des Mittelhochdeutschen mächtig ist, dennoch gibt es große Unterschiede – vor allem in der Aussprache! Genau diese hat sich die Klasse 7e näher angeschaut. Aus einem „iu“ wird plötzlich ein „ü“, ein „v“ ist immer ein „f“, ein „h“ mal ein „h“, dann aber ein „ch“, „ie“ wird nicht mehr lang gesprochen, sondern getrennt als „i-e“, und bei Diphtongen wie „ou“ und „uo“ klingt man ungewohnt bairisch. Da gibt es viele Regeln, die zu beachten sind und die dem heutigen Sprachgefühl entgegenstehen.

Schlussendlich haben sich die Schülerinnen und Schüler der 7e getraut und ganze Strophen des Nibelungenliedes auf Mittelhochdeutsch aufgenommen. Das Ergebnis der Klasse, das die ersten 30 Strophen des Nibelungenliedes umfasst, kann hier nun in einem Video bestaunt werden. Aber keine Sorge: Die Übersetzungen stehen dabei!

Viel Spaß beim Anhören!

Video

H. Barthel