Abijahrgang 2026: AbiRoyal – die Kaiserin entlässt uns!

Abijahrgang 2026: AbiRoyal – die Kaiserin entlässt uns!

Mit einer festlichen Akademischen Feier verabschiedete das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium seinen Abiturjahrgang 2026. In der von den Eltern des Jahrgangs feierlich geschmückten Aula erhielten die 134 Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife. Darüber hinaus bestanden drei externe Prüflinge („Nichtschülerinnen und Nichtschüler“) erfolgreich die staatliche Abiturprüfung.

Die Ergebnisse des Jahrgangs können sich sehen lassen: Elf Absolventinnen und Absolventen erreichten die Traumnote 1,0. Mit einem Durchschnitt von 2,03 lag der Jahrgang erneut deutlich über dem hessischen Landesdurchschnitt, der im Vorjahr bei 2,26 lag. Schulleiter Jochen Henkel gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg: „Ihnen allen – ob 1,0 oder 3,4 – gilt unser Respekt und unsere Anerkennung. Sie können mit Recht stolz auf sich sein. Heute ist ein Grund zum Feiern.“ Henkel rückte das Motto des Jahrgangs in den Mittelpunkt seiner Ansprache: „AbiRoyal– die Kaiserin entlässt uns“. „Sicherlich meinten Sie damit auch, dass der Abiturjahrgang 2026 am KFG eine royale Schulbildung, ganz im Sinne einer besonders guten Bildung genossen hat“, so Henkel augenzwinkernd und verwies dabei aber auch auf die „die Kaiserin“, auf Victoria, die dem Jahrgang als Namensgeberin der Schule mit ihrer umfassenden Bildung, den Sprachenkenntnissen, der Weltoffenheit oder der Übernahme von Verantwortung als Vorbild dienen könne.

Mit Blick auf die Zukunft der Absolventinnen und Absolventen sagte Henkel: „Sie verlassen das KFG in eine Welt voller Möglichkeiten. Gleichzeitig erleben wir eine Zeit großer Veränderungen und Unsicherheiten. Gerade deshalb werden eine fundierte Bildung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, immer wichtiger.“ Er ermutigte den Jahrgang, neugierig, mutig und optimistisch seinen eigenen Weg zu gehen. Ein besonderer Dank des Schulleiters galt dem neuen Studienleiter Sebastian Wolk, der seinen ersten Abiturjahrgang erfolgreich bis zum Abschluss begleitet habe.

Für die Eltern sprach Werner Blumenthal, selbst ehemaliger Abiturient der damaligen Kaiserin-Friedrich-Schule. In einer nachdenklichen und zugleich humorvollen Rede stellte er die unterschiedliche Wahrnehmung von Zeit in den Mittelpunkt. Für die Schülerinnen und Schüler ende jetzt mit dem Abitur ein Lebensabschnitt, der sich für sie wie eine Ewigkeit, für die Eltern aber nur wie ein paar Tage anfühle. „Wir Eltern könnten schwören, dass die Einschulung erst gestern war. Für uns Eltern ist die Schulzeit zu einer einzigen großen Erinnerung zusammengeschrumpft. Für euch dagegen bestand sie aus tausenden einzelnen Tagen, die gelebt, überstanden und manchmal auch erkämpft werden mussten“, so Blumenthal. Er ermutigte die jungen Erwachsenen, ihre Träume nicht aus den Augen zu verlieren, und erinnerte daran, dass nicht perfekte Lebensläufe, sondern persönliche Begegnungen, gemeinsame Erfahrungen und die Menschen, die einen begleitet haben, das Leben nachhaltig prägen.

Die Tutorinnen und Tutoren verabschiedeten den Jahrgang ebenfalls mit persönlichen Worten. Stellvertretend sprach Edzard Edelhoff über das Thema Freiheit. Mit dem Abitur eröffneten sich zahlreiche neue Möglichkeiten, die zugleich Verantwortung mit sich brächten. „Ich möchte Ihnen sagen: Es ist in Ordnung, zu zweifeln, es ist in Ordnung, sich Fragen zu stellen. Oft wird es kein klares richtig oder falsch geben. Sie können sich irren, sie werden Fehler machen und das ist in Ordnung“ verdeutlichte der Tutor des Latein-Leistungskurses. Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, Entscheidungen mutig zu treffen und die eigene Freiheit verantwortungsvoll im Sinne der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zu nutzen und mahnte zugleich: „Verwechseln Sie Freiheit bitte nicht mit übersteigertem Individualismus. Verlieren Sie nie den Blick für Ihre Mitmenschen.“

Für den Abiturjahrgang blickten Helene Thiel und Leonard Rambold auf acht gemeinsame Schuljahre zurück. Mit viel Humor und zahlreichen persönlichen Erinnerungen ließen sie prägende Stationen ihrer Schulzeit Revue passieren – von der Aufnahmefeier über die Skifreizeit, den Distanzunterricht während der Corona-Pandemie und die Baumaßnahmen am KFG bis hin zu den Kursfahrten und der traditionellen Mottowoche.

Im Anschluss überreichten Schulleiter Jochen Henkel und Studienleiter Sebastian Wolk  die lang ersehnten Abiturzeugnisse. Die Jahrgangsbesten wurden von Kirsten von Wuthenau und Julia Koch vom Förderverein mit Urkunden und Buchgutscheinen ausgezeichnet.

Die Abiturpreise für die jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen erhielten Filip Eberhart (Mathematik und Physik), Jan Moritz Schuon, Leonhard Zaremba, Peer Holschuh, Darius Paveliu, Dunja Dakovic, Atharva Deshmukh, Om Paranjape (Physik) sowie Anastasia Koval und Viktori Koval (Chemie). Mit dem Karl von Frisch-Preis im Fach Biologie wurde Emilia Beckenhaub ausgezeichnet. Über die Preise in Informatik konnten sich Dunja Dakovic, Seongwon Bae, Martin Kaucher und Jan Moritz Schuon freuen. Bei der feierlichen Verabschiedung des Jahrgangs wurden zudem zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler geehrt, die in unterschiedlichen Bereichen herausragende Leistungen erbracht hatten. Mit dem MINT-EC-Zertifikat wurden ausgezeichnet Florian Andres, Lars Schokker, Lara Marie Böttinger, David Bouman, Yin Chun Lee, Om Paranjape, Cedric Blumenthal, Filip Eberhardt, Peer Holschuh, Dunja Dakovic, Darius Paveliu, Seongwon Bae, Seungheon Lee und Atharva Deshmukh. Das MINT-EC-Zertifikat wird von MINT-EC-Schulen zur Auszeichnung von Abiturientinnen und Abiturienten verliehen, die sich über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg und über den Unterricht hinaus auf herausragende Art und Weise im MINT-Bereich engagiert haben.

Das CertiLingua-Zertifikat, ein Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen, wurde Vivien Souidi und Lisa Fitzner verliehen. Für das beste Deutsch-Abitur an der Schule wurde Elisabeth Herget mit dem Preis des Vereins Deutsche Sprache e.V.“  ausgezeichnet. Für ihre herausragenden Leistungen im Fach Latein wurden Johannes Koppenberg, Maren Schimmel und David Nebel mit einem Sonderpreis des hessischen Altphilologenverbandes e.V. belohnt. Auch im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften wurden herausragende Schülerleistungen gewürdigt: Filip Eberhardt erhielt für das beste Abitur im Fach Politik und Wirtschaft einen Sonderpreis des Vereins für Socialpolitik. Der Förderverein würdigte zudem den langjährigen Dienst für die Schulgemeinschaft von Charlotte Hubert, Marlene Lehmann, Valentin Vanek (alle Sanitäts-AG), Anastasia Koval und Viktoria Koval (Technik-AG) und Lars Schokker (Bienen-AG).

Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit Auftritten des Großen Orchesters der Schule und einem tollen Soloauftritt des Abiturienten Amir Sadeghimakki. Vor der Akademischen Feier hatten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 zusammen mit ihren Lehrkräften einen sehr gelungenen und vielseitigen Gottesdienst für den Abiturjahrgang sowie für Eltern und Verwandte im Hofcafé der Schule gehalten.

Mit der feierlichen Zeugnisübergabe endete für die Absolventinnen und Absolventen ein bedeutender Lebensabschnitt. Das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium verabschiedet einen sehr leistungsstarken Jahrgang, der nicht nur durch hervorragende schulische Ergebnisse, sondern auch durch vielfältiges Engagement und großen Zusammenhalt überzeugt hat. Für ihren weiteren Lebensweg wünscht die Schulgemeinde allen Abiturientinnen und Abiturienten viel Erfolg, Zuversicht und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.

Nach oben scrollen