Abtauchen und das Meer verstehen: spannendes Projekt für alle 7. Klassen

Abtauchen und das Meer verstehen: spannendes Projekt für alle 7. Klassen

Am 10. und 11.9. kam die Meeresbiologin Jeannine Fischer von der Umweltschutzorganisation The Blue Mind e.V. zu uns in die Biologie. Jeannine hatte 30 VR-Brillen im Gepäck. Gespannt warteten die Schülerinnen und Schüler der 7b1,7b2,7b3,7b4,7c,7e und 7n darauf virtuell abzutauchen und die Unterwasserwelt des Meeres real zu erleben. Gemeinsam mit Frau Reichert, Frau Lenz, Frau Frankfurth, Frau Hastrich, Herrn Burkhardt, Herrn Greis und Frau Kettner ging es in die Tiefen eines Korallenriffs mit faszinierenden 360°-Perspektiven, zahlreichen Fischen und Meeresschildkröten. Ein spektakulärer Höhepunkt war ein riesiger Mantarochen, der dicht und majestätisch über unseren  Köpfen schwamm.

Jeannine, die in Neuseeland studiert und für die neuseeländische Regierung im Bereich Biosicherheit gearbeitet hat, engagiert sich seit langem für den Meeresschutz.  Gemeinsam erarbeiteten wir mit ihr, warum das Meer lebensnotwendig für uns Menschen ist: Es liefert nämlich den Großteil des Sauerstoffs, den wir täglich einatmen und kann große Mengen des von uns produzierten Kohlenstoffdioxis aufnehmen und so die globale Erwärmung mindern. Als großer Wärmespeicher reguliert das Meer das weltweite Klima. Am Meer können wir uns erholen. Meeresfische und Meeresfrüchte sind für viele Menschen eine überlebenswichtige Nahrungsquelle. Unzähligen Organismen dient das Meer als Lebensraum.

Ein großes Problem für das Meer und seine Lebewesen stellt die von uns Menschen verursachte immense Verschmutzung mit Plastikmüll dar. Meerestiere verfangen sich in Plastikteilen oder verwechseln sie mit Nahrung und sterben. Plastikteile zerfallen über Jahre in winziges, giftiges sogenanntes Mikroplastik, das die Meerestiere über die Nahrung aufnehmen. Dadurch verändert sich der Nährstoffkreislauf im Meer mit fatalen Folgen. Schadstoffreiches Mikroplastik gelangt über die Nahrungskette vom Meer auf unsere Teller. Man schätzt, dass sich bis zum Jahr 2050 mehr Plastikartikel als Fische im Meer befinden. Auch wenn wir hier in Bad Homburg weit weg von der Küste wohnen, können wir das Meer schützen, indem wir dafür sorgen, dass weniger Plastik ins Meer gelangt!

Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir bereits dazu beitragen, den Plastikkonsum zu reduzieren und wo wir uns noch verbessern können. In Einzelarbeit wurde das eigene Verhalten schließlich reflektiert, bereits stattfindende Aktionen  der Klasse und der gesamten Schule beschrieben und Maßnahmen vorgeschlagen.

Hier das Ergebnis: Wie können wir das Meer schützen?  Ideen aller 7.Klassen:

Plastik reduzieren:
    • Plastikverpackungen beim Einkaufen reduzieren und mehr Unverpacktes kaufen (z.B. auf dem Markt oder im Unverpacktladen)
    • eigene Beutel beim Obst- und Gemüseeinkauf mitbringen
    • Stofftaschen statt Plastiktüten nutzen
    • statt Einweg- Mehrwegflaschen kaufen
    • Plastikgeschirr und – besteck reduzieren
    • Papierumschläge statt Plastikumschläge für Bücher und Hefte nutzen
    • Schnellhefter aus Pappe statt aus Plastik
    • Nachfüllpackungen kaufen z.B. bei Flüssigseife und vorhandene Behälter wiederbefüllen
    • feste Seife benutzen
    • umweltfreundliche Zahnbürsten aus recyceltem Material oder z.B. Bambus kaufen
    • Strohhalme aus Glas oder Pappe
    • selber kochen statt Fertigprodukte aus Dosen kaufen
    • Wassersprudler (z.B. Sodastream) nutzen
    • Einweg-Plastikflaschen immer abgeben für Recycling und nicht wegwerfen
Mikroplastik reduzieren
    • Auf Mikroplastik beim Kauf von Shampoo, Duschgel, Haargel, Cremes und Kosmetikprodukten achten
    • Mit einer App (z.B. ToxFox) Artikel auf Mikroplastik und Schadstoffe prüfen
    • Kleidung, Decken und Bettwäsche aus Baumwollfasern statt Synthetikfasern nutzen, denn die Mikroplastik-Fasern lösen sich beim Waschen und gelangen in die Gewässer
    • kein Kaugummi kauen, denn das meiste Kaugummi enthält Mikroplastik
Müll sammeln und trennen
    • Müll immer entsorgen und nicht achtlos in die Natur werfen
    • Müll sorgfältig trennen, um Recycling zu ermöglichen
CO2 -Verbrauch reduzieren
    • mehr Fahrrad fahren, zu Fuß gehen und Bus oder Bahn fahren
    • weniger Auto fahren und fliegen, Kurzflüge vermeiden
    • Fahrgemeinschaften bilden
    • regionale und saisonale Produkte kaufen
Weniger kaufen
    • Weniger bestellen oder kaufen – überlegen, ob man es wirklich braucht
    • Nicht unnötig neue Klamotten kaufen
    • Secondhand-Sachen kaufen
    • Altkleider spenden oder verkaufen anstatt sie wegzuwerfen
    • Bücher ausleihen anstatt zu kaufen
    • Dinge wiederverwenden
👍 Was uns in den Klassen und an der Schule schon gut gelingt:
    • Wir trennen unseren Müll an der ganzen Schule
    • Viele nutzen ihre eigenen Trinkflaschen und füllen sie am Wasserspender auf
    • Viele fahren mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn zur Schule oder laufen
    • An Wandertagen fahren wir gemeinsam mit dem Bus, Bahn, Fahrrad oder laufen
👍 Unsere nachhaltigen Aktionen am KFG:
    • Wir nehmen am Schulradeln-Wettbewerb teil und reduzieren dadurch unseren CO2 -Ausstoß
    • Durch die Spenden vom Benefizlauf helfen wir den Menschen in Musala, Kenia ihre Wasserversorgung zu sichern und unterstützen ein dörfliches Wasserprojekt (Wassertanks für Regenwasser und Wiederaufforstungsprogramm)
    • Bei unserem Schulfest haben wir mit den 5. Klassen Tischdekorationen zu wichtigen Umweltschutzthemen aus Müll gebastelt
    • Einige Klassen haben an der Müllsammelaktion zum „Sauberhaften Schulweg“ teilgenommen
 🤔 Was wir noch besser machen können am KFG:
    • Auf bessere Mülltrennung achten  
      • Wettbewerbe als Motivation
      • Im Unterricht sollte mehr über richtige Mülltrennung aufgeklärt werden
      • Scouts könnten die Mülltrennung überwachen
      • Automatische Müllsortierer entwickeln
    • Den Plastikverbrauch reduzieren
      • durch wiederverwendbare Becher und Besteck in der Cafeteria
      • keine Plastikflaschen kaufen in der Cafeteria
      • am Getränkeautomaten seinen eigenen Becher mitbringen
      • „no plastic-day einführen
      • beim Weihnachtsbasar auf Plastik verzichten
      • Brotdosen und Trinkflaschen aus Metall statt aus Plastik verwenden

Du möchtest aktiv werden und helfen, die Ideen gemeinsam am KFG umzusetzen? Dann melde dich bei Frau Kettner!

Text & Fotos: Stefanie Kettner (Umweltschule)

 

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