Es ist geschafft: Im Rahmen der akademischen Feier erhielten 156 Abiturientinnen und Abiturienten des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums im Theatersaal des Kurhauses ihr Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife überreicht. Und die Ergebnisse des Jahrgangs konnten sich sehen lassen: 11 Abiturientinnen und Abiturienten haben die Traumnote 1,0 erreicht – der Notenschnitt aller Abiturientinnen und Abiturienten beträgt 1,97 und ist damit weit besser als der zu erwartende Landesdurchschnitt in Hessen.
„Sie können mit Recht stolz auf sich sein, das ist ein prima Ergebnis! Ihnen allen gilt unser Respekt und unsere Anerkennung“, hob Schulleiter Jochen Henkel in seiner Begrüßungsrede hervor und merkte weiter an: „Leistungswillen und Anspruch sind uns wichtig, dafür steht das KFG vielleicht mehr als andere Schulen. Ohne Anstrengung und Beharrlichkeit geht es nicht. Weder in der Schule, noch im späteren Berufsleben. Aber sicher ist auch: Das Leben und auch unser Bildungsverständnis sind viel mehr als Punkte und Abischnitte.
Dass hätten zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs in den vergangenen Jahren auf eindrucksvolle Art und Weise zum Beispiel durch ihren Einsatz und ihr Engagement für die Schulgemeinschaft in den Arbeitsgemeinschaften Technik, Sanitätsdienst, Verkehrshelfer oder auch der Bibliothek demonstriert. Ihr Engagement sei ein Zeichen wahrer Reife und Verantwortungsbereitschaft und mitunter wertvoller für das Leben als die Abinote. „Sie haben sich in herausragender Art und Weise und sehr zeitintensiv für die Gemeinschaft oder auch für das musisch-kulturelle Angebot am KFG engagiert, so dass für die Klausurvorbereitung zum Teil sicherlich gar nicht mehr so viel Zeit blieb. Sich aktiv und selbstlos für die Gemeinschaft einzubringen, ist ein Auftrag an sie alle, gerade in diesen Zeiten“, appellierte Henkel an den gesamten Jahrgang, sich diese Mitschülerinnen und Mitschüler zum Vorbild zu nehmen.
Einen besonderen Dank richtete Henkel an Kathrin Siebert, frühere Oberstufenleiterin am KFG, die die Schulleitung aufgrund der aktuellen Stellenvakanz tatkräftig bei der organisation und Duchrführung des Landesabitur 2025 unterstützte.
Mit der Elternrede verabschiedete sich Laura Deckert auch ganz persönlich vom KFG. 13 Jahre war sie in der Cafeteria, im Elternbeirat und in den vergangenen vier Jahren auch als Schulelternbeiratsvorsitzende aktiv. Sie Verglich den Abiturjahrgang 2025 mit einer Wildblumenwiese. „Die Wildblumenwiese ist ein Ort, an dem Vielfalt gedeiht und jede einzelne Blume ein kleines Wunder ist. Wunder, die mal früher oder mal später blühen.
Aber mit der Zeit blühen doch alle auf und wachsen zu einem wunderschönen einzigartigen Blumenteppich zusammen“, formulierte Deckert, „Ob die Kornblume, Gänseblümchen, Margeriten, Klatschmohn, Hornklee oder Glockenblumen. Jeder einzelne von Euch ist einzigartig und trägt zum Großen und Ganzen bei. Jeder von Euch sollte einzigartig bleiben und die einzelnen Stärken beibehalten und fördern, aber bitte nutzt dies auch, um als Teil des „Ganzen“ positiv und konstruktiv mitzuwirken.“
Anna Rottluff, die die Tutorenrede hielt und in dem Jahrgang gleich zwei Geographie-Leistungskurse zum Abitur führte, merkte an, dass die Abiturientinnen und Abiturienten sicherlich auch einmal die ein oder andere falsche Abzweigung nehmen werden: „Hier kommt ein unglaublicher Vorteil von uns Geographen ins Spiel: Wir verlaufen uns nicht, wir erkunden höchstens. Eine Lebenseinstellung, die aber auch jenseits der Geographie gerne übernommen werden darf.“
Mila Savanovic und Kilian Grütters nahmen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mit auf die gemeinsame 8-jährige KFG-Zeitreise: Aufnahmefeier 2017, Kämpfe um die vorderen Plätze in der Cafeteria, Leiden bei den Bundesjugendspielen, die legendäre Skifreizeit, Online-Unterricht im Lockdown, Kursfahrten und die Motto-Woche. „In ein paar Jahren wird sich niemand an unsere Noten erinnern. Aber wir werden uns daran erinnern, wie sich unsere Zeit am KFG angefühlt hat. An das Wir, an diese Momente. An das Wissen: Wir haben es geschafft – und zwar gemeinsam“, hoben beide den großen Zusammenhalt in dem Abiturjahrgang 2025 hervor.
Schulleiter Jochen Henkel überreichte den Abiturientinnen und Abiturienten zusammen mit den Tutorinnen und Tutoren der elf Kurse die heiß ersehnten Zeugnisse. Die Jahrgangbesten erhielten von Kirsten von Wuthenau und Isabel Weiß (beide Förderverein) Urkunden und Buchgutscheine überreicht. Beide würdigten zudem den Einsatz der Abiturientinnen und Abiturienten in der Sanitäts-AG, der Bibliotheks-AG, der Verkehrshelfer-AG und der Technik-AG für die KFG-Gemeinschaft.
Die Abiturpreise für die jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen erhielten Christoph Pichl (Mathematik und Physik), Annika Kira Fautz, Caius von Sydow, Konstantin Pfaff, Mehmet Muders, Tobias Mustapic und Florin Walther (Physik) sowie Wassim El Mahaoui, Sophie Giebener und Alexandra Zügel (Chemie). Mit dem Karl von Frisch-Preis im Fach Biologie wurden Mila Savanovic, Isabella Simon und Amelie Kassow ausgezeichnet. Über die Preise in Informatik konnten sich Francesco Klabunde, Konstantin Pfaff und Tobias Mustapic freuen. Bei der feierlichen Verabschiedung des Jahrgangs wurden zudem zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler geehrt, die in unterschiedlichen Bereichen herausragende Leistungen erbracht hatten. Mit dem MINT-EC-Zertifikat wurde Annika Fautz ausgezeichnet: Das MINT-EC-Zertifikat wird von MINT-EC-Schulen zur Auszeichnung von Abiturientinnen und Abiturienten verliehen, die sich über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg und über den Unterricht hinaus auf herausragende Art und Weise im MINT-Bereich engagiert haben.
Das CertiLingua-Zertifikat, einem Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen, wurde Maja Offerhaus und Maxime Merlat verliehen. Für das beste Deutsch-Abitur an der Schule wurde Jule Beinker mit dem Preis des Vereins Deutsche Sprache e.V.“ ausgezeichnet. Für seine herausragenden Leistungen im Fach Latein wurde Philipp Hübner mit einem Sonderpreis des hessischen Altphilologenverbandes e.V. belohnt. Auch im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften wurden herausragende Schülerleistungen gewürdigt. So erhielten David Schütte (Verein für Socialpolitik) und Wassim El Mahaoui (Fachverband Philosophie) Sonderpreise.
Umrahmt wurde die Feier mit Auftritten der Orchestermitglieder des Jahrgangs. Vor der Akademischen Feier hatten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 zusammen mit ihren Lehrkräften einen sehr gelungenen und vielseitigen Gottesdienst für den Abiturjahrgang sowie für Eltern und Verwandte in der Aula gehalten.
Hier einige Impressionen von der akademischen Feier im Kurhaus (alle Fotos: Florian Abs):
