Bundesfinale CanSat-Wettbewerb: Zwei KFG-Teams unter den TOP 10

Bundesfinale CanSat-Wettbewerb: Zwei KFG-Teams unter den TOP 10

Gleich zwei Teams unserer Schule hatten sich für das Bundesfinale des CanSat-Wettbewerbs 2026 qualifiziert und gehörten damit zu den zehn besten Schulteams Deutschlands. Auch wenn es am Ende nicht ganz für einen Platz unter den ersten drei gereicht hat, ist bereits diese doppelte Qualifikation ein bemerkenswerter Erfolg – und unterstreicht eindrucksvoll die kontinuierlich starke MINT-Förderung am KFG.

Vom 9. bis 13. März 2026 trafen sich die besten Teams Deutschlands in Bremen zur finalen Wettbewerbsrunde. Der Wettbewerb wird unter anderem vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitorganisiert und von zahlreichen Institutionen und Unternehmen der Raumfahrtbranche unterstützt. Eine Woche lang tauchten die Schülerinnen und Schüler tief in die Welt der Raumfahrt ein: Sie präsentierten ihre selbst entwickelten Minisatelliten, tauschten sich mit Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie aus und erhielten exklusive Einblicke in die Arbeit führender Raumfahrtinstitutionen. Den Höhepunkt bildete der Raketenstart am Flugplatz Rotenburg (Wümme), bei dem die sogenannten CanSats – Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose – auf rund 700 Meter Höhe aufstiegen, um während ihres Sinkflugs eigenständig Messdaten zu erfassen.

Ein CanSat-Projekt bildet dabei eine reale Raumfahrtmission im Kleinen ab: Von der ersten Idee über Konstruktion und Programmierung bis hin zu Tests, Durchführung und Auswertung liegt die gesamte Verantwortung bei den Teams. Neben einer verpflichtenden Primärmission, bei der Temperatur und Luftdruck gemessen werden, entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine eigene wissenschaftliche Fragestellung, die sie im Rahmen einer Sekundärmission bearbeiten.

Das Team ECHO, bestehend aus sechs Schülern des KFG – Filip Eberhardt, Darius Paveliu, Fjodor Valikov, Elijah Tipper, Juneyop Kim und Peer Holschuh – wurde von Sebastian Fischer und dem ehemaligen KFG-Schüler Dominik Sadtler betreut. Im Zentrum ihrer Arbeit stand die Frage, wie sich große Datenmengen effizienter von Satelliten zur Erde übertragen lassen. Dazu entwickelte das Team ein System aus zwei Antennen: Eine erste Antenne übermittelt grundlegende Daten sowie die GPS-Position des CanSats, während eine zweite, automatisch ausgerichtete Richtantenne gezielt auf den Satelliten ausgerichtet wird, um eine besonders leistungsfähige Verbindung herzustellen. Ziel war es, während des Flugs sogar Videodaten live zur Bodenstation zu übertragen und anschließend mit den im CanSat gespeicherten Daten abzugleichen. Mit diesem Ansatz greift das Team ein zentrales Problem moderner Raumfahrt auf und entwickelt eine Lösung, die insbesondere für kleinere und kostengünstigere Satellitenmissionen große Bedeutung haben könnte.

Das Team Odyssey verfolgte einen ganz anderen, ebenso ambitionierten Ansatz. In schulübergreifender Zusammenarbeit zwischen dem KFG, dem Gymnasium Riedberg und dem Hermann-Böse-Gymnasium in Bremen entwickelten die fünf Teammitglieder – darunter die beiden KFG-Schüler Atharva Deshmukh und Varad Purandare – ein Konzept zur effizienteren Erforschung von Exoplaneten. Ziel war es, einen sogenannten Bewohnbarkeitsindex zu erproben, mit dessen Hilfe sich die Lebensfreundlichkeit eines Planeten anhand verschiedener Messdaten einschätzen lässt. Während des Flugs sammelte der CanSat dazu Daten wie Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂-Gehalt und Magnetfeldstärke. Diese wurden anschließend genutzt, um Modelle zu entwickeln und zu prüfen, inwiefern sich Aussagen über potenziell bewohnbare Planeten treffen lassen. Besonders bemerkenswert ist dabei nicht nur die wissenschaftliche Fragestellung, sondern auch die enge Zusammenarbeit über mehrere Städte hinweg, die unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen zusammengeführt hat.

Dass sich das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium bereits zum fünften Mal in Folge für das Bundesfinale qualifizieren konnte – und in diesem Jahr sogar erstmals mit zwei Teams gleichzeitig vertreten war –, stellt eine herausragende Leistung dar. Der Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie praxisnah naturwissenschaftliches Arbeiten am KFG gestaltet wird und mit welchem Engagement und welcher Kreativität unsere Schülerinnen und Schüler komplexe Zukunftsthemen bearbeiten. 

Wir gratulieren allen Beteiligten ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg!

 

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