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Jahrgang 9: Das war der Nawi-Tag

Jahrgang 9: Das war der Nawi-Tag

Auch dieses Jahr haben alle 9. Klassen des KFG am Tag der Naturwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt teilgenommen. Dabei wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Vorlesungen, Führungen und Workshops über die diversen MINT-Fächer angeboten. Man konnte zwischen Vorlesungen in den folgenden Fächern bzw. Bereichen wählen: Mathematik, Mikrobiologie, Pharmazie, Geographie, Physik, Informatik, Chemie, Biochemie, Klima, Bioinformatik und Geowissenschaften. Zudem konnte sich unsere Schülerinnen und Schüler für vielfältige Workshops und Führungen anmelden.

Meine Gruppe (Marlena Colbus, Inga Schlüter und Madina Karim aus der 9n) entschied sich, an Vorlesungen in den Fachbereichen Pharmazie, Biochemie und Informatik teilzunehmen. Ich stelle Ihnen und Euch nun unsere Erlebnisse und Eindrücke, welche wir in den Vorträgen gesammelt haben, vor. 

Pharmazie: Cannabis aus der Apotheke – Wertvolle Arzneipflanze oder Freizeitdroge (von Dr. Mario Wurglics)

Der Vortrag über Cannabis war sehr spannend, eindrucksvoll und sehr gut besucht. Dabei ging es darum, warum Cannabis legalisiert werden sollte und warum es sehr nützlich in der Pharmazie ist. Zuerst wurden uns die magische Wirkung von Cannabis als Arzneimittel erklärt, welche vor allem im 19. Jahrhundert benutzt wurde. Cannabis hilft z.B. gegen Migräne. Generell wirkt die Pflanze sehr entspannend. Außerdem wurden die unterschiedlichen Arten von Cannabis vorgestellt. Es gibt eine männliche und eine weibliche Pflanze. Uns wurde erklärt, dass die männliche Pflanze für die Pharmazie genutzt wird, da sie nicht berauschend wirkt. Einige Teile der weiblichen Pflanze wirken berauschend. Diese werden unter anderem zu Haschisch verarbeitet. Zudem wurde uns  durch eine Grafik gezeigt, welches die ,,heftigsten Drogen‘‘ sind und welche die ,,ungefährlicheren‘‘. Zudem betonte der Referent immer wieder, dass Drogen nichts für alle in diesem Hörsaal sind, da es zu erheblichen Entwicklungsstörungen kommen kann, wenn man insbesondere unter 23 Jahren Drogen nimmt. Schließlich erklärte er uns, welche Leistungskurse man wählen sollte, wenn man Pharmazie studieren möchte und warum man das Studium genau in Frankfurt absolvieren sollte. Es war ein toller Vortrag aus dem man viel mitnehmen konnte und bei dem wir gerne zugehört haben.

Biochemie: Dem Geheimnis des Lebens auf der Spur (Dr. Jana Liewald)

Der Vortrag über Biochemie war ebenfalls sehr spannend und abwechslungsreich. Der Vortrag handelte darüber, was alles in der Biochemie behandelt wird und es wurden uns genauere Einblicke in einige Themen gegeben. Zuerst wurden uns einige wichtige Biochemiker vorgestellt und uns erklärt, was sie bewirkten. Die Referentin erklärte uns, dass es in der Biochemie mehrere Fachbereiche gibt, die die chemischen Prozesse in Bakterien, Viren, Tieren und Pflanzen näher untersuchen, denn die Biochemie ist die Chemie des Lebens. Dafür hatte sie eine Präsentation dabei, welche genauer veranschaulichte, was alle Fachbereiche machen, da diese sich auch noch in Bereiche aufsplitten. In ihrer Präsentation waren kurze Clips und Animationen enthalten, welche z.B. zeigten, wie ein Bakterium von einer weißen Blutzelle (Leukocyten) ,,gefressen‘‘ bzw. vernichtet wurde. Danach gab Jana Liewald uns einen kleinen Einblick in die Virologie, bei dem sie sich vor allem auf den Aufbau des Coronavirus bezog und wie der Impfstoff gegen Corona von BioNTech entstand. Schließlich erklärte sie uns, welche LKs man wählen sollte, wenn man Biochemie studieren möchte. Im Folgenden hat sie uns über verschiedene Aktionen der Uni zur Fortbildung und der Erleichterung der späteren Berufswahl informiert.

Informatik: Kann ich meiner KI wirklich trauen? (Prof. Dr. Florian Büttner)

Der Informatik – Vortrag war ebenfalls sehr spannend. Im Vortrag wurde uns erklärt, wie eine KI beispielsweise Zahlen, erkennt (auch wenn sie unordentlich geschrieben wurden). Der Vortrag begann damit, dass uns erklärt wurde, wie eine KI funktioniert und wie sie trainiert wird. Das wurde am Beispiel eines Roboters verdeutlicht, welcher zur Sortierung von Briefen und Paketen anhand deren Postleitzahlen dient. Interessant war, dass die Roboter sich teilweise aus sehr ,,krakeligen‘‘ Handschriften, bei denen man die Zahl nicht klar erkennen kann, die Zahl erschließen konnte. Roboter dieser Art werden trainiert, allerdings kommen solche Schriften im Training nicht vor. Daraus kann man auf den Fehler der KI, welche den Roboter steuert, schließen. Das wurde an dem Beispiel der KI, welche an einem Foto erkennen kann, ob ein Leberfleck oder ein Muttermal von Hautkrebs befallen ist, erklärt. Zunächst wurde uns ein Foto, welches weiter weg von einem Muttermal aufgenommen wurde, gezeigt und die KI war sich zu 98,9% sicher, dass das Muttermal hautkrebsfrei ist. Danach wurde das gleiche Muttermal näher fotografiert. Bei diesem Foto war sich die KI zu 80% sicher, dass das Muttermal von Krebs befallen ist. Uns wurde erklärt, dass das Muttermal mit einer Wahrscheinlichkeit von 53% von Krebs befallen ist. Das Fazit war, dass man eine KI nutzen kann, allerdings nur, wenn man sich im Vorraus über sie informiert hat und weiß, mit welcher Wahrscheinlichkeit (in Prozent) sie das richtige Ergebnis anzeigt. Die ,,Hautkrebs KI‘‘ hatte diese Wahrscheinlichkeit zu 80%.

Der Tag der Naturwissenschaften war ein sehr spannender und erlebnisreicher Tag, bei dem man viel lernen und mitnehmen konnte. Die nächsten 9. Klassen werden sicherlich genauso viel Spaß haben wie wir!

Marlena Colbus, 9n

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