43 Projekte mit 86 Teilnehmenden wetteiferten dieses Mal im Saal der Wale und Elefanten des Senckenberg-Museums beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ um die Gunst der Jury – Rekord, so viele wie noch nie. Die „Corona-Delle“ ist überwunden, die Neugier groß, sagt Wettbewerbsleiter Sven Soff.
Im Fachgebiet Chemie erreichten die KFGler Luis, Jano und Philipp einen 1. Preis und zwei Sonderpreise. Vereinfacht ausgedrückt regten sie bei ihrem Forschungsprojekt die Atomkerne durch Radiowellen so an, dass sie Spektroskopie-Ergebnisse schneller auswerfen als Menschen. Und zwar viel schneller. Während Menschen dafür mehrere Tage benötigen, braucht der Computer dafür weniger als eine Sekunde. Wir gratulieren allen drei ganz herzlich zu ihrer tollen Leistung! In Kürze erscheint auf der KFG-Website ein ausführlicherer Bericht zum Projekt.
Wettbewerbsleiter Soff bescheinigt, die forschende Jugend gebe Anlass zum Optimismus, besonders im Vergleich zur Innovationsfähigkeit und -förderung bei den Unternehmen im Lande – da habe er „manchmal Zweifel“. Senckenberg-Wettbewerbspate Willem Warnecke wirft ironisch ein, er habe gestern in den Medien gehört, eine Gesundheitsgefahr durch Treibhausgase existiere nicht. „Da ist es schön zu sehen, dass hier bei Jugend forscht die Wissenschaft noch ganz gut dasteht.“
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Stern, Wirtschaft und Schulen. Schirmherr ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e. V. ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung. Der Wettbewerb findet für die Jugend-forscht-Projekte auf drei Ebenen statt: Zuerst müssen sie sich bei den Regionalwettbewerben – in Hessen derzeit sieben – für die jeweiligen Landeswettbewerbe qualifizieren. Die besten Projekte der einzelnen Bundesländer messen sich in der letzten Ausscheidungsrunde, dem Bundeswettbewerb, mit den anderen Landessiegern. Für die Jugend-forscht-junior-Projekte gibt es nur die ersten beiden Ebenen.
