KFG beim Forschungskolleg: Die Zukunft Europas in einer Welt im Umbruch

KFG beim Forschungskolleg: Die Zukunft Europas in einer Welt im Umbruch

Die Schülerinnen und Schüler der Q1 Nikol Baran, Victoria Fietze, Roman Graschdankin und Emily Grunert hatten sich für die Teilnahme an der wissenschaftlichen Konferenz des Forschungskollegs Humanwissenschaften mit dem Titel „Der europäische Staat. Die Zukunft Europas in einer Welt im Umbruch“ beworben und waren angenommen worden. Fachwissenschaftler aus Baltimore, Madrid, Frankfurt am Main, Warschau und Erlangen-Nürnberg nahmen teil, sowie politische Akteure wie der Ehemalige Vizepremierminister von Luxemburg, Jean Asselborn, sowie das MdEP, Herr Udo Bulmahn. Schwerpunktmäßig wurden rechtliche, institutionelle, sowie pragmatische Fragen insbesondere im Zusammenhang der Zeitenwende diskutiert.

Die Stimmen der Schülerinnen und Schüler, die teilgenommen haben, finden sie im Folgenden:

„Mich hat der Einblick in die aktuelle geopolitische Lage Europas und wie stark sich die internationale Ordnung derzeit verändert besonders beeindruckt. Durch die verschiedenen Perspektiven wurde deutlich, dass Europa vor großen Herausforderungen steht, etwa durch den Krieg in der Ukraine, die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China sowie Fragen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Dabei wurde mir bewusst, dass wir uns der Tragweite dieser Entwicklungen für unsere Demokratie und unseren politischen Alltag oft gar nicht bewusst sind. Besonders hängen geblieben ist bei mir daher der Eindruck einer Welt im Umbruch, in der Europa seine Rolle und zukünftige Handlungsfähigkeit neu bestimmen muss.“ (Nikol Baran)

„Ich fand besonders interessant, dass etwa die Hälfte des Außenhandels der EU mit Staaten stattfindet, mit denen die EU besondere Handelsabkommen (Freihandelsabkommen, Assoziierungsabkommen, Zollunionen usw.) abgeschlossen hat. In einer Rede des Europäischen Auswärtigen Dienstes hieß es, die EU habe Handelsabkommen mit 80 Ländern, die „nahezu 50 % unseres Handels“ abdecken.“ (Victoria Fietze)

„Ich möchte auf die Atmosphäre der Konferenz eingehen. Ich fand es besonders interessant, dass die Themen jeweils von Personen aus unterschiedlichen Fachgebieten vorgestellt wurden. Dadurch wurden verschiedene Perspektiven miteinander verbunden. Bei den Vorträgen hat mir außerdem gefallen, dass trotz der sehr ernsten Themen manchmal auch Humor eingebaut wurde. Das hat die Atmosphäre aufgelockert. Auch die anschließenden Fragerunden fand ich spannend, da die Referenten dabei teilweise herausgefordert wurden und ihre Standpunkte genauer erklären mussten. In den Pausen hatte ich außerdem die Möglichkeit, mich mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Dadurch konnte ich andere Meinungen kennenlernen und über meine eigene Ansicht zu einigen Themen nachdenken.“ (Roman Graschdankin)

„Besonders interessant fand ich den Gedanken, dass Europa in Zukunft zunehmend Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen muss. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die einzelnen Mitgliedstaaten teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen und Interessen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik haben. Dieses Spannungsfeld fand ich besonders interessant, weil es zeigt, wie komplex die Zusammenarbeit innerhalb Europas ist. Insgesamt hat mir die Veranstaltung sehr gut gefallen, da man viele unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen konnte und zum Nachdenken über die Zukunft Europas angeregt wurde.“ (Emily Grunert)

Das Photo zeigt den ehemaligen Generalanwalt am Gerichtshof der europäischen Union und Professor für Verfassungsrecht an der Universität Madrid Pedro Cruz Villalón mit unseren Schülerinnen und Schülern.

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