KFG erneut als Umweltschule ausgezeichnet

KFG erneut als Umweltschule ausgezeichnet

Kultusstaatssektretär Dr. Manuel Lösel und Umweltstaatssekretär Michael Ruhl haben am 26.9. im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Congress Park Hanau Schulen für ihr Engagement für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz ausgezeichnet. Auch das KFG hat erneut die Auszeichnung „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ erhalten aufgrund des besonderen Engagements im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Urkunde in Empfang nahmen Stefanie Kettner als Koordinatorin für den Bereich Umweltschule und Isabella Michel, unter deren Leitung der Schulgarten steht. Ausgezeichnet wurde das KFG für die Umweltschulprojekte „Eine saubere Sache: Endlich Mülltrennung am KFG!“ sowie „Klimaclever gärtnern im Schulgarten“.

Das BNE-Projekt der Mülltrennung wurde von Stefanie Kettner initiiert und betreut. Eine vom Schülersprecherteam durchgeführte Online-Umfrage sensibilisierte die Schulgemeinde und es bildete sich eine Steuergruppe aus motivierten Schülerinnen und Schülern, die das Projekt schrittweise umsetzten. Mit dem Hausmeister- und Reinigungsteam wurde besprochen, wie eine nachhaltige Mülltrennung gemeinsam sichergestellt werden kann und der Schulträger stimmte der Finanzierung von Abfalltrennsystemen für die Gemeinschaftsbereiche zu. Alle Klassenräume wurden mit verschieden farbigen Abfalleimern ausgestattet. Aufkleber mit Hinweistexten informieren darüber, wie der Müll richtig getrennt wird. Die Klassen leeren eigenverantwortlich das Altpapier und den Recyclingmüll und erhalten regelmäßig Feedback. Parallel finden Projekte statt, die der Sensibilisierung und Aufklärung dienen. So haben fünf Klassen an der hessenweiten Aktion „Sauberhafter Schulweg“ teilgenommen, während sich ein Sportkurs der Oberstufe beim „Plogging“ versuchte und beim Joggen Müll aufsammelte. Beim Projekt „Meer verstehen“ tauchten alle 7. Klassen virtuell ab und setzten sich mit der Problematik der Plastikverschmutzung im Meer auseinander. Zum Ausklang des Schuljahres feierte die Schulgemeinde „Gemeinsam in die Zukunft“ mit einem Schulfest zum Thema Umweltschutz & Nachhaltigkeit.

Isabella Michel hat den nachhaltigen Gemüseanbau im Schulgarten des KFG und im Schlosspark mit dem didaktischen Konzept der „GemüseAckerdemie“ weiter ausbauen können. Auf dem Schulgelände bepflanzten sechs Lerngruppen brachliegende Flächen mit Stauden und Gehölzen und legten ein sogenanntes Färberpflanzen-Beet an. Ein Hochbeet wurde gebaut sowie nachhaltig bepflanzt und Pflanzkübel mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet. Am Tag der Nachhaltigkeit verloste die Garten-AG einen Riesenkürbis aus dem Schulgarten und verkaufte ihr angebautes Gemüse. Für das Schulfest wurde der Wettbewerb „Das KFG sucht die Superpflanze“ ausgeschrieben. Die Projekte wurden beratend unterstützt von Anne Tackenberg vom zuständigen Umweltbildungszentrum „Beratungsstelle für ökologische Bildung“.

Am KFG gibt es zahlreiche weitere Projekte mit BNE-Schwerpunkten. Im Bereich Biodiversität und Natur- und Artenschutz findet sich seit 2014 die Schul-Imkerei mit sechs Bienenvölkern, die von einer Bienen-AG betreut werden. Im WU-Unterricht Biologie wurden Nistkästen gebaut und auf dem Schulgelände aufgehängt. Die Nisterfolge werden regelmäßig überprüft. Auch wird ein Schul-Aquarium betreut. Ein Kohlmeisen-Nistkasten wurde im letzten Jahr mit einer Webcam ausgestattet. Über eine App konnten bereits zwei Brutzyklen live beobachtet und die Verhaltensbeobachtungen sorgfältig protokolliert werden. „Biologische Bekämpfung der Varroa Milbe mithilfe des Bücherskorpions“ lautete der Titel des erfolgreichen Bienen MINT-Projektes von Alexander Tönnes und Marvin Hörschelmann, mit dem sie den 2. Preis in der Regionalrunde gewannen.

Seit 2012 unterstützt das KFG zwei Partnerschulen in Musala, Kenia. Schülerinnen und Schüler wirken aktiv an Projekten zur Klimaanpassung mit und erfahren dabei eine Förderung im globalen Denken und im interkulturellen Lernen. Am 4. September schnürte die Schulgemeinde des KFG wieder die Laufschuhe, um im Rahmen eines Benefizlaufes Spenden für das Kenia-Projekt zu sammeln. Alljährlich nimmt das KFG am Wettbewerb Schulradeln teil und fördert dadurch den BNE-Bereich Mobilität. Auch im Moment wird kräftig in die Pedale getreten, um  möglichst viele Kilometer zu sammeln und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Seit 2017 ist das KFG kontinuierlich Fairtrade-School. Ebenso decken verschiedene Tauschaktionen wie eine Tauschbörse, ein fest installierter Tauschschrank und Tauschpausen den Bereich „Nachhaltiger Konsum & fairer Handel“ ab. Das KFG hat das Teilzertifikat Gesundheit für den Bereich Ernährung & Konsum.

Das ehemalige MINT-Schülerteam „Astra Aether“ hat einen Satelliten entwickelt, der durch die Aufzeichnung von Messdaten die Gefahr von Waldbränden erkennen soll. Neben der Auszeichnung mit einem spektakulären 1.Platz beim Europäischen CanSat-Wettbewerb hat das Team mit seinem sensationellen Projekt einen wichtigen Beitrag zum Bereich Klimaschutz geleistet.

Mit einer Rekordzahl von 136 Schulen gibt es in diesem Jahr so viele Auszeichnungen „Umweltschule“ wie nie zuvor. Die Schulen zeigen damit, wie wichtig Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die Ausbildung von Zukunftskompetenzen bei Schülerinnen und Schülern ist.

„Diese Projekte bieten gemeinschaftliches, anwendungsorientiertes Handeln und machen Nachhaltigkeit anschaulich. Sie geben jungen Menschen die Möglichkeit, Fragen nach Ernährung, globaler Gerechtigkeit und fairem Miteinander zu stellen und ermutigen sie, Antworten auszuprobieren“, sagte Staatssekretär Dr. Manuel Lösel bei der Auszeichnungsfeier und dankte den Schulen für Ihr außergewöhnliches Engagement. Auch Staatssekretär Michael Ruhl freute sich über den Einsatz der Schulen: „Das Netzwerk der Umweltschulen ist bundesweit einmalig. Dabei werden globale Herausforderungen verständlich gemacht und praktische Lösungen in unserer Heimat erprobt. Ob im Natur- und Artenschutz, bei der Schonung von Ressourcen, der Aufforstung unserer Wälder oder bei Klimaschutz-Projekten – hier werden Regionalität sowie nachhaltiges Denken gelernt und danach gehandelt.“

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