Klasse 9n: 1. Platz beim französischen Theaterwettbewerb auf Hessenebene!

Klasse 9n: 1. Platz beim französischen Theaterwettbewerb auf Hessenebene!

Großer Erfolg für die Klasse 9n und ihre betreuende Lehrkraft Marie Clérisse: Beim französischsprachigen Theaterwettbewerb belegte die Klasse den 1. Platz auf Hessenebene. Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung!

Zum vierten Mal hatte das Institut français Deutschland in Kooperation mit der frankophonen Bibliothek „Au plaisir de lire“ und mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen einen Theaterwettbewerb organisiert. Unter dem Motto „Freiheit“ waren die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse, die Französisch lernen, aufgefordert, ein eigenes Theaterstück in französischer Sprache zu schreiben und aufzuführen. Insgesamt wurden 30 Beiträge von Schülerinnen und Schülern verschiedener hessischer Gymnasien eingereicht. Zehn Gruppen qualifizierten sich für das Finale in Frankfurt.
 
Die Klasse 9n wählte eine Situation, die ihr vertraut war: In einer Schule möchte ein Lehrer seinen Schülerinnen und Schülern begreiflich machen, was Freiheit bedeutet – und statt ihnen eine Geschichtsstunde zu halten, lässt er sie im Rahmen eines „Projekts Freiheit“ selbst erfahren, wie es ist, in der Schule frei zu sein. Die Auffassungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Für Jeffrey heißt frei sein, sich dank seines Reichtums alles erlauben zu dürfen. Für den überzeugten Veganer Jacques bedeutet Freiheit, nach den eigenen Werten leben zu können – sich vegan zu ernähren, auch in der Schulkantine; doch sein Freiheitsbegriff kippt rasch ins Missionarische, denn am liebsten würde er allen anderen das Fleischessen verbieten. Und für Charles bedeutet Freiheit schlicht, zu tun, was er will. Trotz der Vermittlungsversuche der Klassensprecherin Amélie eskaliert die Lage, und es häufen sich komische Situationen – bis der Veganer Jacques nur noch trocken feststellt: „Jetzt haben wir den Salat“ (im Original „c’est la fin des haricots!“). ChatGPT wird zu Hilfe gerufen, und mit der Unterstützung des Lehrers begreift schließlich jede und jeder, dass es Regeln braucht, um die Freiheit aller zu schützen. Das Stück endet mit der Projektion von Bildern aus dem aktuellen Weltgeschehen, kommentiert von einer Stimme aus dem Off: „Und das Projekt Freiheit in der Welt – wie steht es damit?“
 
Mit einer kreativen Inszenierung – sämtliche Kulissen und Kostüme mussten sich mit der S-Bahn transportieren lassen – überzeugten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9n die Jury. Diese würdigte, dass das Stück zahlreiche Facetten des Freiheitsbegriffs beleuchtet, und zeichnete die souveräne Inszenierung sowie das überzeugende Spiel der Darstellerinnen und Darsteller aus.
 
Für Marie Clérisse liegt der eigentliche Erfolg des Projekts in der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler: „Es war schön zu sehen, wie die Jugendlichen, die der Idee des Wettbewerbs anfangs eher skeptisch gegenüberstanden, weil sie damit zusätzliche Arbeit verbanden, im Laufe des Projekts immer engagierter wurden, Spaß hatten, bei der Preisverleihung richtig mitfieberten – und am Ende sichtlich stolz auf sich selbst waren.“
Auch die Schülerinnen und Schüler selbst zogen ein positives Fazit: Besonders schätzten sie, dass es sich um echte Teamarbeit handelte, in die die Ideen jeder und jedes Einzelnen eingeflossen sind.

 

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern der 9n sowie Frau Clérisse herzlich zu diesem großartigen Erfolg und danken ihnen für ihr besonderes Engagement für unsere Schulgemeinschaft.

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