Mediennutzung: Wie stärke ich mein Kind?

Mediennutzung: Wie stärke ich mein Kind?

Medienelternabend Jahrgang 5: Medienpädagogin Beate Kremser referiert zum Thema „Chancen und Risiken der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“

Wie bereits in den vergangenen Jahren war die Medienpädagogin Beate Kremser am Dienstag, den 24.02., zu Gast in der Aula unserer Schule und informierte alle Eltern der Jahrgangsstufe 5 in einem sehr kurzweiligen und informativen Vortrag über das Thema „Chancen und Risiken der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“.

Das Internet, Social-Media-Angebote und digitale Spiele sind aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Verstärkt durch die Pandemie ist die durchschnittliche Mediennutzungszeit stark angestiegen und auch der Schulalltag ist zwangsläufig davon betroffen. Das Smartphone, so Kremser, organisiere mittlerweile den Alltag und sei gleichzeitig ein wichtiges Handwerkszeug geworden. Das sei nicht nur praktisch, es bringe auch große Herausforderungen mit sich. Gefahren wie Mobbing, Cybergrooming oder Hate Speech stünden den positiven Effekten wie schnelle Erreichbarkeit, Lernmöglichkeiten und das Kontakthalten zu Freunden und Familie gegenüber. Laut Kremser seien auch die Auswirkungen auf Körper und Psyche, insbesondere in Bezug auf Social-Media, nicht zu vernachlässigen.   

Allgemein herrsche eine große Besorgnis darüber, wie der richtige Umgang mit digitalen Medien sei und wie Medienerziehung aussehen solle. Innerhalb der Familie sei es mitunter schwierig, klare Regeln und Umgangsformen für digitale Geräte durchzusetzen. Gerade dabei sei es wichtig, mit der richtigen Medienstrategie anzusetzen und von Anfang an den verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone, Computer und Internet zu fördern. Die Hirnreife sei in dem Alter noch nicht abgeschlossen, so dass Jugendliche eher zu einer exzessiven Mediennutzung neigten. Nicht zuletzt deshalb sei eine gewisse Härte und Grenzsetzung unabdingbar. In ihrem Vortrag stellte Frau Kremser Medien- und Erziehungsstrategien vor, wie Kinder bei der Mediennutzung unterstützt und begleitet werden können und beantwortete die Fragen der Eltern in der sich anschließenden Gesprächsrunde. Besonders wichtig sei, stets Interesse für die digitalen Themen der Kinder zu zeigen und über die Mediennutzung zu sprechen, um Vertrauen aufzubauen. Frau Kremser betonte darüber hinaus, dass auch jeder Erwachsene sein eigenes Medienverhalten ständig reflektieren müsse und man als Familie medienfreie Zeiten definieren solle. Man müsse den Kindern vorleben, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit den digitalen Medien aussehe, so ihr Fazit.

Organisiert wurde der Abend von der am KFG für Medienprävention zuständigen Lehrerin Cornelia Tacke und dem Elternarbeitskreis Prävention. Herzlichen Dank dafür! Ein großes Dankeschön richtet sich auch an unseren Förderverein, der die Veranstaltung mit Frau Kremser ermöglicht hat.

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