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Projekt „Besser zur Schule“ – Schulmobilitätsplan für das KFG liegt vor

Projekt „Besser zur Schule“ – Schulmobilitätsplan für das KFG liegt vor

Rund ein Jahr Arbeit steckt in den fertiggestellten Schulmobilitätsplänen, die in der vergangenen Woche gemeinsam von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) offiziell an die Schulen und den Hochtaunuskreis als Schulträger übergeben wurden. Neben dem Kaiserin-Friedrich-Gymnasium erhielten weitere 8 Schulen des Hochtaunuskreises die Mobilitätspläne.

Anlass zur Erarbeitung des Schulmobilitätsplans am KFG war insbesondere die angespannte Verkehrssituation zu Schulbeginn und -ende. Radfahrende Schüler, Schulbusse und insbesondere diverse Eltern-Taxis – da ist mitunter das Verkehrschaos vorprogrammiert. Zu Schulschluss koordinieren zwar bereits Verkehrshelfer (Schüler + Lehrkräfte) das Einsteigen in die Busse der jüngeren Jahrgänge. Zahlreiche Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto abholen, warten aber meist in der Straße „Auf der Steinkaut“ am Hauptzugang der Schule und in der Kinzigstraße, um ihr Kinder direkt vor der Schule abzuholen und sorgen dort gelegentlich für chaotische Zustände.

Das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium hat im Rahmen des Programms „Besser zur Schule“ über rund neun Monate einen Prozess zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Schule vor allem zu Fuß und mit dem Rad durchlaufen. Dabei war eine Reihe von Akteuren – von Schüler- und Elternvertretung über Verwaltung und Fachleute aus dem Verkehrsbereich bis zu Vereinen – eingebunden, die den Prozess mit ihrem Wissen tatkräftig unterstützt und zu dem vorliegenden Schulmobilitätsplan beigetragen haben.

„Die Schulmobilitätspläne umfassen bis zu 40 ineinandergreifende Sets an Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur und Verkehrsregelung, Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung sowie Organisation und Information“, fasst Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, die Ergebnisse der Schulmobilitätspläne zusammen. „Die Maßnahmen basieren auf den Ergebnissen von fachlich begleiteten Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen an den Schulen, in denen vor allem die Kinder und ihre Sichtweise im Mittelpunkt standen und sind vor allem mit den beteiligten Akteuren abgestimmt“. Erste Maßnahmen zur Förderung von Fuß- und Radverkehr wurden von den Schulen, den Kommunen und dem Hochtaunuskreis schon während der Erarbeitung umgesetzt. Einige der im Schulmobilitätsplan geplanten Maßnahmen konnten am KFG bereits umgesetzt werden. Seit Oktober 2020 können Eltern ihre Kinder zur neuen Elterntaxihaltestelle an der Ecke Kaiser-Friedrich-Promenade/ Seedammweg bringen und dort auch wieder abholen – wenn es nicht ganz ohne Auto geht. In den sogenannten „Drop-off“-Zonen stehen vier Plätze für Elterntaxis, jeweils montags bis freitags zwischen 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr und 13.00 bis 13:30 Uhr zur Verfügung. Ziel ist es, die Elterntaxis aus dem direkten Umfeld der Schule herauszuhalten.

Im Dezember 2020 wurden 25 Schülerinnen und Schüler zu neuen Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfern ausgebildet. Die Hauptaufgabe der Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer besteht darin, die abfahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer und die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Bus fahren, auf verkehrsgerechtes Verhalten hinzuweisen und damit den Verkehrsfluss zu verbessern und gefährliche Situationen zu vermeiden.

Das KFG hat weiterhin 2020 am Wettbewerb „Schulradeln“ teilgenommen und landete mit insgesamt 25327 erradelten Kilometern auf Platz 3 aller angetretenen Teams und Schulen im Hochtaunuskreis. Pro Kopf erradelte jeder Schüler/in im Durchschnitt 127 Kilometer. Auch der Prozess der Rezertifizierung für den Bereich „Verkehr/Mobilität“ ist kurz vor dem Abschluss. Die Unterlagen werden zeitnah beim Schulamt eingereicht.

Die Stadt Bad Homburg hat ebenfalls bereits mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Einführung der Fahrradstraße im Weinbergsweg und das Setzen von Pollern in Höhe des Amtsgerichts.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass Kinder und Jugendliche sicher und eigenständig unterwegs sein können. Hierfür braucht es eine adäquate und sichere Verkehrsinfrastruktur, aber auch ein gutes schulisches Angebot zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung“, erläutert Landrat Ulrich Krebs die Motivation des Kreises, sich aktiv an dem hessenweiten Beratungsprogramm zu beteiligen. „Auch die Eltern sind gefordert, ihre Kinder selbstständig gehen oder fahren zu lassen“.

 

 

 

 

 

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